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E&G Quaternary Science Journal An open-access journal of the German Quaternary Association
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Volume 40, issue 1
E&G Quaternary Sci. J., 40, 97–106, 1990
https://doi.org/10.3285/eg.40.1.07
© Author(s) 1990. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
E&G Quaternary Sci. J., 40, 97–106, 1990
https://doi.org/10.3285/eg.40.1.07
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  01 Jan 1990

01 Jan 1990

Der Sandlöß in der Umgebung von Bergen Krs. Celle - Verbreitung, Zusammensetzung und Entstehung

Hans Dietrich Lang Hans Dietrich Lang

Abstract. Das Sandlößgebiet um Bergen Krs. Celle erstreckt sich über 15 km in WNW—ESE-Richtung und etwa 12 km in NNE—SSW-Richtung, von der Falken-Berg-Endmoräne im W bis an das Tal der Örtze im E. Der Sandlöß erreicht eine Mächtigkeit von ca. 3,1 m. Sie ist am größten im äußersten NW des Verbreitungsgebietes. Ein Streifen mit über 2 m mächtigem Sandlöß begleitet den N-Rand des Verbreitungsgebietes. Nach S hin nimmt die Mächtigkeit ab.

Die obersten 0,7—0,9 m des Sandlösses sind ungeschichtet und weisen vielfach Wühlspuren auf. Ist er weniger mächtig als 0,7—0,9 m, enthält er einzelne Geschiebe bzw. Gerölle. Geht die Mächtigkeit darüber hinaus, ist der untere Teil sandstreifig, der obere Teil frei von Geröllen bzw. Geschieben. Je geringer die Mächtigkeit, um so geringer ist der Anteil an Feinmaterial und umso höher der Sandanteil. Der Sandlöß war ursprünglich durchweg geschichtet. Bioturbation und Kryoturbation haben ihn bis zu etwa 0,7 bis 0,9 m Tiefe entschichtet und, wenn die Mächtigkeit nicht über dieses Maß hinausging, mit Material aus dem Liegenden vermischt. Die Lage des Sandlößgebietes, seine Nachbarschaft zu Flugsandfeldern im N, die Verzahnung von Sandlöß mit Flugsand und die Mächtigkeitsverteilung sprechen für nordwestliche und nördliche bis nordöstliche Winde zur Zeit der Sandlöß-Entstehung.

Publications Copernicus
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