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E&G Quaternary Science Journal An open-access journal of the German Quaternary Association
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Volume 43, issue 1
E&G Quaternary Sci. J., 43, 1–22, 1993
https://doi.org/10.3285/eg.43.1.01
© Author(s) 1993. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
E&G Quaternary Sci. J., 43, 1–22, 1993
https://doi.org/10.3285/eg.43.1.01
© Author(s) 1993. This work is distributed under
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  01 Jan 1993

01 Jan 1993

Spät- und Postglazial im Geiseltal (mittleres Elbe-Saalegebiet)

Dietrich Mania, Maria Seifert, and Matthias Thomae Dietrich Mania et al.

Abstract. Im westlichen Geiseltal (mittleres Elbe-Saalegebiet, westlich von Merseburg) waren spätglaziale und holozäne Serien großflächig aufgeschlossen. Sie lagen auf der Niederterrasse und dem Löß der Weichselkaltzeit. Im wesentlichen handelte es sich um limnische und telmatische Sedimente. Sie zeigten eine Gliederung in fünf Sedimentzyklen mit zwei präböllingzeitlichen Intervallen (Müchelner Intervalle 1 und 2), mit Bölling, Alleröd und Holozän. Die Kaltphasen waren durch Beckenschluffe, die warmen Phasen durch Mudden und Torfe, seit dem Alleröd auch durch Charatravertinsande gekennzeichnet. Im Alleröd war die Laacher-See-Tephra eingelagert. In der Jüngeren Dryas-Zeit entstanden zum letzten Male Frostspaltennetze. Für Ältere Dryas-Zeit, Alleröd und Jüngere Dryas-Zeit wurde mit Hilfe der Pollenanalyse die Vegetationsgeschichte ermittelt. Alle Horizonte sind durch Molluskenfaunen dokumentiert, die in ihrer wechselnden Zusammensetzung den detaillierten Klimaablauf erkennen lassen. Zugleich liegt eine der bedeutendsten spätglazialen Molluskensukzessionen Mitteleuropas vor.

Publications Copernicus
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