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E&G Quaternary Science Journal An open-access journal of the German Quaternary Association
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Volume 48, issue 1
E&G Quaternary Sci. J., 48, 87–101, 1998
https://doi.org/10.3285/eg.48.1.09
© Author(s) 1998. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
E&G Quaternary Sci. J., 48, 87–101, 1998
https://doi.org/10.3285/eg.48.1.09
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  01 Jan 1998

01 Jan 1998

Das älteste Pleistozän im Illergletscher-Vorland - Neue Ergebnisse zur Stratigraphie und Paläogeographie der Biberkaltzeit im schwäbischen Alpenvorland

Raimo Becker-Haumann Raimo Becker-Haumann

Abstract. Das Vorland des Illergletschers (bayerisch-schwäbisches Alpenvorland) ist dadurch gekennzeichnet, daß sich fluviatile Terrassen ans dem ältesten Pleistozän (Biber- und Donaukomplexe) in ausgedehnten Vorkommen erhalten haben. Für diese auf der mittleren und östlichen Iller-Lech-Platte auftretenden Ablagerungen wird ein neues stratigraphisch.es Konzept vorgestellt, das die Korrelation bisher isoliert betrachteter Terrassenvorkommen ermöglicht. Für die Rekonstruktion der fluß- und landschaftsgeschichtlichen Entwicklung des Illergletscher-Vorlandes ergeben sich dadurch neue Ansatzpunkte. Aus der Biberkaltzeit sind fünf, aus der nachfolgenden Donaukaltzeit vier Terrassen von Iller und Lech nachzuweisen. Aufgrund der Sedimentausbildung werden kaltzeitliche Bedingungen mit Terrassenakkumulation dokumentiert, die sich mehrfach mit wärmeren Phasen, die zu dominierender Tiefenerosion führten, abwechselten. Während der Biberkaltzeit verlief die Iller von Kempten über Mindelheim und Augsburg in einem bis 30 km breiten Tal zur Donau und wechselte bis zur jüngeren Donaukaltzeit in ein weiter westlich gelegenes Tal. Der Lech ist aus der Donaukaltzeit mit drei Terrassen entlang seines heutigen Unterlaufes überliefert.

Publications Copernicus
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