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E&G Quaternary Science Journal An open-access journal of the German Quaternary Association
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Volume 50, issue 1
E&G Quaternary Sci. J., 50, 69–85, 2000
https://doi.org/10.3285/eg.50.1.05
© Author(s) 2000. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
E&G Quaternary Sci. J., 50, 69–85, 2000
https://doi.org/10.3285/eg.50.1.05
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  01 Jan 2000

01 Jan 2000

Paläoökologie und Geochemie quartärer Seesedimente auf Baffin Island, Kanadische Arktis

Joachim W. Härtung and Alexander P. Wolfe Joachim W. Härtung and Alexander P. Wolfe

Abstract. Amarok, Tulugak und Ukalik sind kleine, ultra-oligotrophe Seen auf Baffin Island, kanadische Arktis, die im Frühholozän eine natürliche Schwermetallanreicherung aufweisen, welche mit der von rezenten, belasteten Sedimenten vergleichbar ist. Während der letzten Eiszeit waren diese Seen nicht von Gletschermassen bedeckt (Refugien), so dass die Seen und ihre Einzugsgebiete während der letzten 40 000 Jahre aktive Ökosysteme waren. Die paläoökologischen Bedingungen wechselten zwischen kalten Zeiten mit geringer Vegetationsbedeckung, geringer Bodenbildung, starker Erosion, allochthonen klastischen Sedimenten, geringer Produktivität und sauren pH-Werten und wärmeren Zeiten mit Zunahme von Vegetationsbedeckung und Bodenbildung, geringerer Erosion, autochthonen organischen Sedimenten, stärkerer Produktivität und höheren pH-Werten. Die Veränderungen des Paläo-pH werden vor allem durch hydrologische und biogeochemische Prozesse in den Seen selbst gesteuert, weniger durch die Basenbereitstellung aus den Einzugsgebieten. Eine effektive synsedimentäre Konzentration von Schwermetallen im organischen Anteil hat im Frühholozän dazu geführt, dass unter bestimmten hydrologischen und ökologischen Bedingungen natürlicherweise Konzentrationen von Schwermetallen auftreten, die z. T. weit über dem normalerweise anzutreffenden geogenen Hintergrund liegen.

Publications Copernicus
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