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E&G Quaternary Science Journal An open-access journal of the German Quaternary Association
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Volume 6, issue 1
E&G Quaternary Sci. J., 6, 5–15, 1955
https://doi.org/10.3285/eg.06.1.01
© Author(s) 1955. This work is distributed under
the Creative Commons Attribution 3.0 License.
E&G Quaternary Sci. J., 6, 5–15, 1955
https://doi.org/10.3285/eg.06.1.01
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  15 Aug 1955

15 Aug 1955

Das Alter des Sylter Kaolinsandes

Richard Weyl, Ulrich Rein, and Marlies Teichmüller Richard Weyl et al.

Abstract. Aus den Profilen des Kaolinsandes am Morsum-Kliff und am Roten Kliff auf Sylt wurden 2 Braunkohlenflöze von je 1 m Mächtigkeit pollenstratigraphisch und die Begleitschichten sedimentpetrographisch untersucht. Bei einem Vergleich der Pollenzusammensetzung mit anderen Horizonten aus dem mittleren Pliozän bis zum mittleren Pleistozän in Nordwestdeutschland zeigt sich eine gute Übereinstimmung mit der oberpliozänen Reuverstufe. Auch alle vorhergehenden pollenanalytischen Untersuchungen von Braunkohlenproben aus den Kaolinsanden kamen zu dem gleichen Resultat. Es bleibt somit bei der Stellung des Kaolinsandes im Oberpliozän. Daher muß die von D. Wirtz und H. Illies vorgenommene Neudatierung des Tertiärprofils am Morsum-Kliff als hinfällig gelten. Auch sind die Überlegungen über die Lage der Plio-Pleistozängrenze auf der Insel Sylt zu revidieren. Die Verwitterung der Kaolinsande hat mit Sicherheit vor der Elster-Vereisung (Mindel) und aller Wahrscheinlichkeit nach im allerjüngsten Pliozän stattgefunden. Im Profil des Roten Kliffs ist der Schwermineralbestand in den tonigen Lagen vor einer nachträglichen Verwitterungsauslese geschützt geblieben. Damit sind gewisse Unterschiede in der Mineral-Assoziation zu erklären. Zum Alter des Limonitsandsteins im Sylter Profil kann auf Grund der vorliegenden Untersuchung keine Stellung genommen werden.

Publications Copernicus
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